Articles from Februar 2019

eQualification 2019: EPICSAVE AR App

Im Mittelpunkt des EPICSAVE Projekts und des virtuellen Notfalltrainings stehen der virtuelle Patient und die virtuelle Patientin der beiden entwickelten Szenarien.

Gerade die visuelle Ausgestaltung der Symptome beim Patienten ist eines der besonders eindrücklichen Merkmale von EPICSAVE.

Die virtuelle Kinderpatienten des EPICSAVE Notfalltrainings in der EPICSAVE AR App

Damit eine breite Masse auch ohne Virtual Reality Ausrüstung in den Genuss dieser Eindrücklichkeit kommt, präsentieren wir die EPICSAVE AR App.
Bei der TriCAT GmbH entwickelt, auf Grundlage von interdisziplinär erarbeiteten Trainingsszenarien, sind mehrere Patienten in unterschiedlichen Ausprägungen erfahrbar.
Ein mit Augmented Reality ausgestattetes Android Telefon oder Tablet reicht aus, um die Symptome und Merkmale genau in Augenschein zu nehmen.

Die App ist verfügbar als Download.und kann dann selbst auf geeigneten Android Mobilgeräten mit AR Core Unterstützung installiert werden.
Wichtig: die Installation der App erfolgt auf eigenes Risiko und eigene Verantwortung, technischer Support wird nicht gewährleistet.

EPICSAVE Projektdokumentation als Video

Was bedeutet Notfalltraining mit EPICSAVE? Wie kann berufliche Bildung mit Hilfe von Mehrbenutzer-Virtual Reality Simulationen und Serious Games Technologien vorangetrieben werden? Wie arbeiten wir zusammen? Das und vieles mehr zeigt die Projektdokumentation von EPICSAVE.

EPICSAVE auf der eQualification 2019 in Bonn

Mit einem Exponat im Rahmen der Deutschlandreise beteiligt sich das EPICSAVE-Projekt auf der eQualification 2019 in Bonn. Das Exponat veranschaulicht, wie Virtual Reality in der Berufsausbildung eingesetzt werden kann und hilft, zukünftige Arbeiten zur Entwicklung von VR-Trainingsstandards und deren Perspektiven zu diskutieren. Verschiedene Szenarien explorieren das Spannungsfeld zwischen kollaborativem Lernen und spielerischem Erleben, Nutzer-zentrierter Technologie und (berufs-)praktischer Implementation.

 

EPICSAVE Lifesaving Decision Video Trailer auf der IEEE 2019 in Osaka angenommen!

Wie lässt sich das vorhandene Simulationstraining weiterentwickeln? Ergeben sich durch Methoden der Computerspiele, durch Game Mechaniken und Belohnungen, durch ein narratives Szenario und emotionale Situationen noch bessere Trainingsmöglichkeiten?

EPICSAVE Lifesaving Decisions ist eine Trailer-Videoskizze der Forschungsgruppe Interactive Reality Experience der Hochschule Hannover, die sich mit Serious Game Design für kollaborative Virtual-Reality-Trainingssysteme beschäftigt. Das Spiel lädt zwei Notfallsanitäterauszubildende und eine*n Sanitätertrainer*in in ein dramatisches Szenario in einem Familienfreizeitpark ein: Ein 5-jähriges Kind zeigt Symptome eines anaphylaktischen Schocks. Während die Auszubildenden mit ihren Diagnoseverfahren beginnen, greift ein Zuschauer, der Großvater des Mädchens, ein und fordert die Autorität der Spieler heraus. Unsere Forschung untersucht, wie VR-Spielmechanik, d.h. optionale Erzählweise, Autoritätsfähigkeiten und -belohnungen, Minispiele und interaktive virtuelle Charaktere, die Trainingsqualität und Benutzererfahrung über reine VR-Trainingssimulationen hinaus erweitern können.

Der Trailer veranschaulicht die Vision von Multiplayer Training mit Virtual Reality und bietet eine praktische Grundlage zur weiteren Auseinandersetzung mit mit der Zielgruppe sowie mit internationalem Fachpublikum. Für letzteres wird der Trailer in einer englischen Version auf der größten wissenschaftlichen internationalen Fachkonferenz zu VR IEEE Virtual Reality im März 2019 in Osaka präsentiert.

EIN STATEMENT ZUR EVALUATION VON EPICSAVE am 18./19.10.2018 bei AfN in Hamburg

Ein Gastbeitrag von Nadja Dietze

DLR Projektträger

AG Digitalisierung und Internationalisierung in der Bildung

 

Wer an Virtual Reality denkt, denkt häufig an die schöne, neue Welt und nicht unbedingt an ein Training in lebensbedrohlichen Notfallsituationen. Beim Projekt EPICSAVE ist das anders. Hier geht es ganz handfest um das Retten von Menschenleben.

Mit dem Anspruch, die berufliche Ausbildung von angehenden Notfallsanitätern und Notfallsanitäterinnen qualitativ zu verbessern, wurde im Projekt ein praxisnahes Simulationstraining entwickelt. Das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit im Konsortium ist eine realitätsnahe, bis ins Detail durchdachte virtuelle Welt, in der lebensbedrohliche Notfälle gefahrenfrei trainiert werden können.

Die Vorteile, die das Notfalltraining in der virtuellen Realität bietet, werden im Vergleich zur Kontrollgruppe besonders deutlich. Während die Kontrollgruppe auf lebensbedrohliche Notfälle wie z.B. einen allergischen Schock bei Kindern mithilfe einer Simulationspuppe vorbereitet wurde, konnte die Studiengruppe mithilfe einer VR-Datenbrille in eine virtuelle Umgebung eintauchen.

Beim konventionellen Training mit dem Einsatz einer Simulationspuppe ist die notwendige Diagnostik aufgrund der fehlenden Leitsymptome kaum möglich. Die Voraussetzung für dieses Simulationstraining war die Bereitschaft des Ausbildungspersonals, das Notfallszenario (mündlich) zu beschreiben und die Auskunft zum wechselnden Zustand der notfallbetroffenen Person kontinuierlich zu geben.

Demgegenüber kann die Studiengruppe in einem VR-Training die wichtigsten Leitsymptome wie Blaufärbung der Haut oder Schwellungen mit wechselnden Ausprägungen bei einem durch einen Avatar repräsentierten Kind beobachten. Hier können die angehende Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter die betroffene Person ohne Angst vor realen Konsequenzen untersuchen und behandeln. Über das Ergebnis ihrer Handlungen werden sie umgehend und realitätsnah über die Reaktion des notfallbetroffenen Avatars informiert. Bei diesem Training verschiebt sich auch die Rolle des Ausbildungspersonals: Während die Auszubildenden selbstständig die virtuelle Welt erkunden, können die Ausbildenden den simulierten Einsatz genauer betrachten und den  Schwierigkeitsgrad des Notfallszenarios entsprechend der Handlungskompetenzen im Team anpassen. Rein virtuell werden so die Auszubildenden mit realitätsnahen Entscheidungs-und Handlungsanforderungen konfrontiert. Eine Erfahrung, die für kompetentes und souveränes Handeln im Notfall unverzichtbar ist.